Das Prinzip der thermozyklischen Heizungsregelung
Was ist neu?
Herkömmliche Einzelraumregelungen sind träge. Sie übertragen die Raumtemperatur in zu großen Zeitintervallen und schalten zu spät ein und aus. Dadurch ist es entweder zu warm oder zu kalt. Sie berücksichtigen zu wenig die im Raum und im Heizsystem gespeicherte Energie, die z.B. nach einem kurzen Fensterlüften den Raum – auch ohne Heizen – wieder auf die gewünschte Temperatur bringen kann. Die Nutzer von Fußbodenheizungen bekommen diese mangelhafte Temperatursteuerung wegen der großen Trägheit sehr stark zu spüren.
- Die patentierte THZ-Regelung ist dagegen intelligent, schnell und effizient: Sie berechnet im Voraus, wann das Stellglied / Heizaggregat ein- und ausgeschaltet werden muss. Ermöglicht wird dies durch ein völlig neues und einzigartiges Regelungsverfahren, das die Eigenheiten jedes Heizungssystems selbstständig – autoadaptiv – lernt und vorausschauend berücksichtigt.
Und wie funktioniert das theoretisch?
Die täglichen Heizphasen führen zu ständigen Temperaturschwankungen, oft um mehrere °C, und zu einem unangenehmen Raumklima. Andererseits enthalten die Temperaturschwankungen aber Informationen über Systemkonstanten und Umgebungsbedingungen. Genau hier setzt die THZ-Regelung an. Sie extrahiert diese Informationen und kontrolliert die Schwingungen auf ganz kleine Werte herunter. Diese kontrollierten Mikro-Schwingungen werden laufend ausgewertet und führen die Regelung dauernd nach. Die Mikro-Schwingungen gaben der THZ-Regelung ihren Namen: Thermozyklische Regelung = Wärmeschwingungs-Regelung.
Wie funktioniert das in der Praxis?
Mikroprozessoren machen diese anspruchsvollen Modellrechnungen möglich. Alle Komponenten der THZ-Regelung sind daher um einen Mikroprozessor herum aufgebaut. Mit den Raumgeräten RG oder RS wird die Raumtemperatur gemessen und verarbeitet. Hier kann die gewünschte Temperatur (Solltemperatur) eingestellt werden.
Die Schaltstufen ST schalten die Heizkörper ein und aus. Sie werden in der Nähe des Ventils (z.B. am Heizkreisverteiler) montiert und können alle Ventile ansteuern, die sich elektrisch schalten lassen (Motor- und Magnetventile, Thermoelektrische Stellantriebe, etc.)
Die Zentraleinheit ZE steuert bis zu 30 Raumgeräte. Bis zu 30 Räume können also gleichzeitig aber unabhängig voneinander geregelt werden. Ein großes Display und eine leicht verständliche Bedienführung im Klartext helfen dem Anwender bei der Einstellung. Alle Daten können über eine serielle Schnittstelle ausgelesen werden.
Der optionale Vorlaufregler VR regelt die komplette Kesselanlage und stellt die optimale Vorlauftemperatur ein.
Alle Komponenten sind über eine einfache Doppelleitung (Bus-Leitung) miteinander verbunden. Über diesen Bus erfolgt auch die Stromversorgung mit Niederspannung.
Das Prinzip der thermozyklischen Heizungsregelung können Sie hier als PDF downloaden.

